Ausbildung ist Zukunft

Immer weniger Jugendliche in Deutschland schließen eine Ausbildung erfolgreich ab. Dies hat verschiedene Gründe und hängt zum großen Teil mit fehlender schulischer Qualifikation zusammen.

Nun aber stellt sich die Frage, welche Chancen haben sie auf dem Arbeitsmarkt ohne Ausbildung? Können sie trotzdem Karriere machen? "Vom Tellerwäscher zum Millionär"?

Wer nicht lernt, wird nichts. Dies scheint sich zu bewahrheiten, denn jeder zweite Arbeitslose unter 25 hat keinen Beruf und die Zahl der Schulabgänger ohne Abschluss nimmt zu.

Die Politik hat dies erkannt und unternimmt nun große Anstrengungen, um Jugendlichen eine Ausbildung zu ermöglichen. Seit Anfang 2009 haben junge Menschen ohne Schulabschluss einen Anspruch, im Rahmen einer Bildungsmaßnahme, auf den nachträglichen Erwerb des Hauptschulabschlusses vorbereitet zu werden, denn als Mindestkriterium für eine Bewerbung wird der erfolgreiche Besuch einer Hauptschule von den meisten Arbeitgebern erwartet.

Für lernschwache Jugendliche gibt es die Möglichkeit der besonderen Förderung. Eine Einstiegsqualifizierung bieten die Spitzenverbände der Wirtschaft, im Rahmen des Ausbildungspaktes, den Jugendlichen als Alternative für die Berufsausbildung an. Etwa zwei Drittel der Teilnehmer bekommen bei erfolgreichem Abschluss im Handel oder Handwerk einen Ausbildungsvertrag.

Doch warum wollen immer mehr Firmen nicht mehr ausbilden? Ein Unternehmen braucht qualifizierte Fachkräfte, um wettbewerbsfähig zu sein. Trotzdem haben einige Firmen dies noch nicht erkannt.

Dabei haben eigene Lehrlinge durchaus Vorteile. Selbst ausgebildete Mitarbeiter sparen Kosten bei der Einarbeitung und die Bindung an das Unternehmen eigener Nachwuchskräfte ist stärker als bei extern Ausgebildeten.

Welchen Beruf kann man nun aber ohne Ausbildung ergreifen. Meist können sie dann nur als Hilfsarbeiter eine schlecht bezahlte Stellung finden. Eine Familie kann man von solch einem Verdienst nicht ernähren. Eine Karriere als Gelegenheitsarbeiter oder Hartz IV Empfänger ist beinahe vorprogrammiert.

In Deutschland ist es sehr schwierig, ohne Ausbildung einen gut bezahlten Job zu finden. In anderen Ländern zählt dagegen die Arbeitsleistung. Können Sie gut mit Menschen umgehen und auch mit anpacken? Dann werden sie als Vorarbeiter z. B. auf dem Bau eine Chance bekommen. In Deutschland ist es möglich, mit einem Praktikum in eine Firma hineinzukommen und durch viel Fleiß fest angestellt zu werden.

Aber sie werden nie so viel verdienen wie ihr Kollegen, die eine abgeschlossene Ausbildung haben. Aufgehoben ist nicht aufgeschoben.

Auch im reiferen Alter können Sie noch eine Ausbildung absolvieren. Es gibt viele Berufsgruppen, die händeringend nach qualifiziertem Personal suchen. Besonders im Bereich Pflege und Betreuung ist der Bedarf an Fachkräften sehr hoch. Die Agentur für Arbeit kann sie in diesem Fall bei der Ausbildung finanziell unterstützen.

Letztlich gilt, Bildung ist die entscheidende Zukunftsfrage für unsere Gesellschaft. Nur mit besserer Bildung wird die Wettbewerbsfähigkeit des Staates gesichert und die Herausforderungen der Globalisierung und die Zukunftssicherung gemeistert. Bildung ist die zentrale Investition in die Zukunft unseres Landes. Deshalb sollten Sie sich immer für eine Ausbildung entscheiden.

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