Immobilien in Berlin

Die Stadt Berlin wird als Wohn− und Lebensort immer beliebter. Sie ist aufgrund ihrer Vielseitigkeit und ihres weltstädtischen Fluidums zum Anziehungspunkt besonders kreativer, unternehmungsfreudiger Menschen, die etwas Neues ausprobieren möchten, geworden.

Neue Mieter zieht es jetzt nicht mehr so sehr in Immobilien im Berliner Charlottenburg oder Schöneberg, sondern in Stadtbezirke, die nach 1990 für Menschen, mit kleinerem Geldbeutel bevorzugt wurden, besonders auch von Künstlern, Studenten und kreativen Unternehmern.

Damals zog man besonders gern in die Region um den Prenzlauer Berg. Eine Vielzahl neuer Geschäfte entstand. Boutiquen wurden eröffnet. Galerien wurden aufgemacht. Hübsche kleine Cafés und Straßencafés im Sommer wuchsen wie Pilze aus dem Boden. Kneipen wurden eröffnet. Heute kann man am Prenzlauer Berg zwischen einer Vielzahl nationaler Küchen und Speisen wählen.

Mittlerweile haben sich die Mieten am Prenzlauer Berg teilweise seit 1991 verdreifacht. Der Wohnraum ist knapper geworden. Es hat sogar bereits ein Verdrängungsprozess von Künstlern und Leuten, die weniger Geld haben, eingesetzt. Nur noch wenige Studenten suchen eine Wohnung in dieser Region, ausgenommen die, deren Eltern die hohen Mieten bezahlen. Das betrifft zunehmend Studenten, die aus Bayern oder Baden−Württemberg zum Studium nach Berlin kommen. Immer mehr gut bezahlte Unternehmer ziehen jetzt hierher. Auch junge Ehepaare bevorzugen den Prenzlauer Berg, wenn sie beide eine gut bezahlte Arbeit haben. Der Prenzlauer Berg ist seitdem der Stadtbezirk Berlins, in dem die meisten Kinder geboren werden. Ärmere Familien aber mit Kindern verlassen die Gegend und ziehen etwas weiter weg, manche sogar weg von Berlin, weil sie die hohe Miete nicht mehr aufbringen können.

Der Friedrichshain und Neukölln werden jetzt immer mehr von Studenten und Leuten mit weniger Einkommen erobert. Hier wachsen Galerien und kleine Geschäfte wie Pilze aus dem Boden.

Aber auch hier erhöhen sich in den Immobilien in Berlin die Mieten in den letzten Monaten so stark, dass einzelne bereits schon wieder weg ziehen müssen und die Proteste dagegen zunehmen. Ein besonders Problem scheint die Tatsache zu sein, dass die Kommunen nur noch wenige Immobilien in Berlin im eignen Besitz haben und die neuen Besitzer alle Möglichkeiten einer Mieterhöhung immer stärker auszuschöpfen beginnen. Subventionen, die die Stadt Berlin noch bis vor kurzem für eine Vielzahl von Immobilien in Berlin, insbesondere für einzelne Wohnungen, zahlte, sind jetzt ausgelaufen. Sodass es Regionen gibt, in denen Mieter die hohen Mieten nicht mehr aufbringen können. So zum Beispiel im Belziger Viertel in Berlin−Schöneberg. Auch in Kreuzberg haben Mieter Angst vor einer zu hohen Miete. Das Geld, um eine eigne Wohnung zu kaufen fehlt den für das multikulturelle Kreuzberg typischen Mietern, die zu einem großen Teil sozial unterstützt werden. Es ist in Berlin nicht leicht, eine gute, bezahlbare Wohnung zu finden. Andererseits wurden eine Vielzahl von Immobilien in Berlin von Leuten mit großem Geldbeutel aus dem Westen der BRD gekauft, die als Zweit− Dritt oder Viertwohnungen monatelang leer stehen. In Berlin gibt es auch zu viele leer stehende Büroimmoblien. Es ist nicht einzusehen, dass es andererseits an bezahlbarem Wohnraum, besonders in den inneren Stadtbezirken, fehlt.

 
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