Immobilienkauf,aber richtig!

Aus welchen Gründen auch immer Sie sich für den Kauf einer Immobilie entscheiden, der Zeitpunkt für einen Erwerb ist momentan so günstig wie seit vielen Jahren nicht mehr. In vielen deutschen Städten sind in der Vergangenheit die Preise für Immobilien gesunken, die Zinsen für ein Hypothekendarlehen befinden sich auf einem selten niedrigen Stand.

Sie sollten also darauf achten, eine Immobilie dort zu erwerben, wo Sie mit relativ günstigem Kaufpreis und einer gesunden Wertzunahme rechnen können. Die Zeitschrift Wirtschaftswoche hat Nürnberg, gefolgt von Hamburg, München, Hannover, Stuttgart und Freiburg im Breisgau, als Spitzenreiter unter insgesamt 50 ausgewerteten deutschen Städten ermittelt. Sie können dort nicht nur mit einer überdurchschnittlichen Preissteigerung Ihres Eigentums rechnen, auch die Vorhersagen für die Mietrenditen sind sehr positiv, die wirtschaftlichen Randbedingungen und dadurch bedingter steter Bevölkerungszuwachs durch Zuwanderung garantieren entsprechende Nachfrage nach Wohnraum.

Wichtig ist aber auch hier die Lage der Immobilie, München ist nicht gleich München − während im noblen Stadtteil Bogenhausen für eine neue Eigentumswohnung etwa 4.400.− Euro pro Quadratmeter bezahlt werden, sind es im am westlichen Stadtrand gelegenen Feldmoching nur noch 2.550.− Euro pro Quadratmeter. Auch in den anderen Städten bestehen solche erheblichen Preisunterschiede.

Selbst wenn Sie eine Immobilie zur Eigennutzung erwerben, so sollten Sie unbedingt darauf achten, dass diese gut vermietbar ist, falls Sie zu einem späteren Zeitpunkt umziehen wollen oder müssen, was im Zeitalter der zunehmenden beruflichen Mobilität niemand mehr ausschließen kann.

Bei Lagen außerhalb des Stadtzentrums sollte deshalb eine gute Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr gegeben sein. Auch die Größe von Wohneigentum sollte den sich ändernden demografischen Gegebenheiten Rechnung tragen. Nach der Vorausberechnung des Statistischen Bundesamtes nimmt die Zahl der Ein− und Zweipersonenhaushalte bis ins Jahr 2025 stetig zu.

Dass dies aber nicht gleichzeitig eine Minderung des Flächenbedarfs bedeutet, hat eine Studie des Forschungsinstituts Empirica ergeben. Demnach steigt die Wohnfläche pro Person von heute 46 auf 56 Quadratmeter im Jahr 2030. Es sind also weniger, aber größere Räume in einer Wohnung im Trend.

Wer beim Kauf einer Immobilie diese nicht sofort selbst nutzen oder vermieten will, für den ist der Erwerb eines Altbaus mit geringer Energieeffizienz oft von Vorteil. Die durch eine Verbesserung der Wärmedämmung eines solchen Gebäudes anfallenden Kosten werden vom Bund mit sehr attraktiven Zuschüssen und Darlehen gefördert, die bei der Finanzierung einer Immobilie zu nicht unerheblichen Einsparungen führen.

Nicht zuletzt sollte aber erwähnt werden, dass eine selbst bewohnte, eigene Immobilie gerade im Alter eine Kostensicherung darstellt, die vor steigenden Mieten schützt.

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