Privathaftpflicht

Es gibt eine Unmenge von Versicherungen, aber welche braucht man wirklich? Auf keinen Fall sollte man auf eine Privathaftpflicht verzichten. Im Schadensfall, ohne Versicherung, kann man schnell bis zum Lebensende hoch verschuldet sein. Doch was ist abgedeckt und wer ist abgedeckt, hier die wichtigsten Fakten für Sie zusammengefasst.

Die gesetzlichen Bedingungen für eine Haftpflichtversicherung finden Sie im §§ 100 − 124 des VVG (Versicherungsvertragsgesetz). Automatisch mitversichert sind der Ehepartner und die Kinder (7 − 18 Jahren, einschl. Stief−, Adoptiv− und Pflegekinder), wenn nicht ein spezieller "Singeltarif" vereinbart worden ist. Ältere Kinder sind nur dann mitversichert, wenn sie sich noch in der Ausbildung befinden. Kinder unter 7 Jahren sind zwar nicht schuldfähig, aber man sollte mit der Klausel "deliktunfähige Kinder mitversichert" auch diese mitversichern, damit auch Schäden abgedeckt werden, die durch Kinder unter 7 Jahren entstehen.

Stellen Sie sich vor, Ihr Kind beschädigt bei Ihren Nachbarn etwas und die Versicherung muss ohne die Klausel nicht zahlen. Das kann sehr unangenehm sein. Bei Schäden von Kindern im Straßenverkehr liegt die Altersgrenze bei 10 Jahren.

Die Privathaftpflichtversicherung tritt in Kraft, wenn von Ihnen (oder den mitversicherten Personen) Schäden verursacht wurden (das kann auch fahrlässig, oder sogar grob fahrlässig sein). Die Privathaftpflicht beinhaltet Sach−, Personen- und Vermögensschäden.

Ausnahmen sind z.B. Sch&aumL;den, die durch ein Kraftfahrzeug, durch Gefälligkeitsarbeiten und geliehenen oder gepachteten Gegenständen verursacht wurden. Zu beachten ist, dass Schäden aus Haus- und Grundbesitz, durch Tierhaltung und durch Kraftfahrzeuge nicht abgedeckt sind und durch eine andere Haftpflichtversicherung versichert werden müssen. Zusätzlich mitversichert werden können "Ausfalldeckung" (Schäden, die durch den Versicherungsnehmer oder den mitversicherten Personen, durch Dritte, ohne Versicherungsschutz zugefügt worden sind, "Gefälligkeitsschäden" (wenn eine Person, die den versicherten Personen behilflich ist, während dieser Hilfeleistung einen Schaden verursacht, z.B. beim Umzug), "Mietschäden" (ausgeschlossen sind hierbei Schäden die allmählich auftreten, Glasbruch und Schäden an elektrischen Einbauten).

Wichtig ist auch die Vereinbarung der Deckungssumme, die hoch gewählt werden sollte. Der Unterschied der Beitragszahlung ist meistens sehr gering, sodass sich in den meistens Fällen die höchste Deckungssumme auszahlt.

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